Donnerstag, 25. Januar 2018

Rezension: 54 Minuten

54 Minuten 

Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe   

Autor: Marieke Nijkamp
Übersetzt von: Mo Zuber
Verlag: FJB
Seiten: 336
Preis: 14,99€



Inhalt

„54 Minuten, die alles zerstören"
Es passiert nicht viel im verschlafenen Opportunity, Alabama. Wie immer hält die Direktorin in der Aula der Highschool ihre Begrüßungsrede zum neuen Schulhalbjahr. Es ist dieselbe Ansprache wie in jedem Schulhalbjahr. Währenddessen sind zwei Schüler in das Büro der Schulleitung geschlichen, um Akten zu lesen. Draußen auf dem Sportgelände trainieren fünf Schüler und ihr Coach auf der Laufbahn für die neue Leichtathletiksaison. Wie immer ist die Rede der Dirketorin exakt um zehn Uhr zu Ende. Aber heute ist alles anders.
Als Schüler und Lehrer die Aula verlassen wollen, kann man die Türen nicht mehr öffnen. Einer beginnt zu schießen.
Tyler greift seine Schule an und macht alle fertig, die ihm unrecht getan haben.
Aus der Sicht von vier Jugendlichen entfaltet sich der Amoklauf, bis die letzte Kugel verschossen ist.“



 Meine Meinung

Das Buch war nicht so wie ich es erwartet hatte, aber letztendlich konnte es mich überzeugen. 
Das Cover finde ich Klasse. Ein schwarzer Hintergrund mit Kreidestücken, welche von einer vermeintlichen Kugel durchschossen werden. Den Titel hingegen finde ich nicht so passend, da gefällt mir der Originaltitel „This Is Where It Ends" besser.
Die Kapitel in Uhrzeiten einzuteilen finde ich eine tolle Idee.

Der Amoklauf wird aus der Sicht von Claire, Sylvia, Autumn und Tomás beschrieben.
 Anstatt in der Aula zu sitzen, trainiert Claire mit dem Laufteam auf dem Sportplatz, von dort aus hören sie mehrere Schüsse aus dem Schulgebäude und alarmieren sofort die Polizei.
Autumn ist die Schwester von Tyler (dem Amokläufer) und befindet sich zusammen mit ihrer Freundin Sylvia auch in der Aula. Die beiden erleben dort schreckliche Dinge und können nichts tun.
  Tomás ist der Bruder von Sylvia, er schwänzt zusammen mit einem Freund die Eröfffnungsrede, als er die Schüsse hört ruft er die Polizei. Er macht sich große Sorgen um seine Schwester und versucht sie zu befreien.


Ich finde die Idee mit den verschiedenen Sichtweisen sehr sinvoll, da man so einen besseren Einblick in das Geschehen bekommt. Trotz der unterschiedlichen Sichten auf das Geschehen, fehlt mir der Einblick in Tylers Gedanken, der Leser bekommt nur Häppchen weise Informationen über ihn und sein Motiv. Ich denke schon, dass das Absicht der Autorin ist, aber zwischenzeitlich kam es mir so vor, als wären die Meinungsverschiedenheiten zwischen Tomás und Tyler der Grund für den Amoklauf. Natürlich würde das Tylers Wut auf Tomás erklären, aber nicht der gezielte Mord an anderen Mitschülern.
Aber vielleicht ist, das auch grade das, was dieses Buch so realistisch macht... ich meine, wer weiß schon was sich ein Mörder denkt? 

Unteranderem finde ich, dass die Polizei viel zu lange gebraucht hat, bis etwas unternommen wurde.
Vor allem weil man als Leser das Geschehen in und außerhalb der Aula mitbekommt und sieht, wer alles stirbt in der Zeit, in der nichts getan wird.


Fazit

Letztendlich finde ich "54 Minuten" ein gut geschriebenes und spanendes Jugendbuch, aber so richig emotional konnte es mich nicht erreichen, da es einfach zu viele Charaktere mit zu wenig Hintergrundinformationen in zu kurzer Zeit waren.


4/5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

 

 

 
















 

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