Samstag, 6. Januar 2018

Rezension: Im Zweifel tue nichts


Im Zweifel tue nichts

 

Autor: Fleur Ferris
Verlag: Beltz
Seiten: 276
Erschienen: 10.07.2017
Preis: 13,95€ 


 Zusammenfassung


Taylor und Sierra sind beste Freundinnen, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sierra überstrahlt alle, Taylor steht in ihrem Schatten. Nach einem Chat-Flirt kommt Sierra nicht zur abgemachten Zeit von ihrem Date zurück. Sollen Taylor und ihre Freunde den Eltern alles gestehen? Aber dann käme heraus, dass sie gelogen haben, um Sierra zu decken. Und Sierra hat so etwas doch schon einmal getan.
Je länger die Freunde warten, desto banger wird ihnen. Denn auch als das Wochenende zu Ende geht, haben sie von Sierra nichts mehr gehört. Ist Sierra wiedermal nur auf Tour mit einer Romanze oder ist dieses Mal wirklich etwas passiert? Ist es vielleicht sogar schon zu spät?



Meine Meinung

Den Schreibstil finde ich richtig gut, da die Sprache einfach war, man aber die Gedankengänge von Taylor sehr gut nachvollziehen kann.
"Manchmal hasse ich sie, dann hasse ich mich, weil ich sie hasse. Weil ich so blöde und eifersüchtig bin. Vielleicht hasse ich einfach nur mich selbst.” (Zitat S.27)
Das Buch ist aus der Sicht der besten Freundin Taylor geschrieben.

Sierra ist ein lebendiges, fröhliches Mädchen, welches sich nicht sonderlich viele Gedanken über die Konseqenzen ihrer Taten macht, deshalb gibt sie dem Kerl den sie im Mysterychat kennenlernt die E-Mail Adresse ihrer besten Freundin Taylor. 

Daraufhin chattet Taylor mit ihm, er heißt Jacob Jones, sieht gut aus und ist total sympathisch, als Taylor Sierra von Jacob erzählen will, kommt Sierra ihr zuvor, auch sie hat am Wochende mit Jacob gechattet und am Freitag haben die beiden ein Date. Sierra fragt Taylor ob sie mit kommt, diese verneint da sie so wütend auf Sierra ist. Taylor und ihr Freunde decken Sierra, doch ihre Freundin kommt nicht zu verabredeten Zeit nach Hause. Anfangs macht noch keiner Sorgen, da Sierra so etwas schon mal gemacht hat, doch langsam ändert sich die Wut über ihr zu spät kommen in Sorge um.

Ich finde der Titel passt sehr gut, da die Freunde nämlich genau das tun, nichts. Natürlich darf man den Freunden nicht allein die Schuld geben, wer weiß ob es nicht schon zu spät gewesen wäre, wenn sie sofort etwas gesag hätten. Auch Sierra würde ich nicht die allleinige Schuld geben, da Jacob echt nett war und genauso gut ein harmloser Typ mit den selben Interessen gewesen sein könnnte.

 Die Spannung entsteht erst nach und nach, dadurch wollte man unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das Buch hat auch nicht an einem gewissen Punkt aufgehört, sondern es gab noch eine Zeit danach, dort wurde subtil auf die Gefahren des Internets aufmerksam gemach.


Fazit

Fleur Ferris hat aus dem Geschehen in der realen Welt einen emotionalen und spannenden Krimi gemacht. Ich finde dieses Buch sollte jeder gelesen haben, da es stellvertretend für all die echten Fälle steht, jedem von uns könnte so etwas passieren.  


4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐