Dienstag, 6. Februar 2018

Rezension: Berühre mich. Nicht,

Berühre mich. Nicht.


Autor: Laura Kneidl
Verlag: LYX
Seiten: 462
Preis: 12,90€
Erschienen: 15.10.2017


Inhalt

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...



Meine Meinung

 
Ich finde den Schreibstil von Laura Kneidl phänomenal, man konnte sich richtig gut in Sage hinein versetzen. Anfangs war sie mir ein wenig unsympathisch, weil ich noch nicht so viel über sie wusste, mit der Zeit hat man dann immer mehr über sie erfahren, nach und nach hab ich sie richtig lieb gewonnen.
Zuerst hatte ich Angst, das Sages Probleme zu sehr im Vordergrund stehen würden und die Geschichte zu dramatisch sein könnte, aber da hat Laura Kneidl mich überrascht.
Das Cover finde ich richtig schön, mit dem Muster und den Blumen, auch wenn rosa normalerweise nicht so meine Lieblingsfarbe ist. 

Sage hatte eine schwere Kindheit und zieht nach Nevada, in der Hoffnung dort neu anfangen zu können, doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Hinzukommt, dass sie Geldprobleme hat und ihre Familie nicht um Geld fragen möchte, also lebt sie in ihrem Auto. Sie lernt April kennen und mit der Zeit werden die beiden beste Freundinnen.
Luca war mir mit seiner Bücherliebe sofort sympathisch, er ist total süß zu Sage und kümmert sich rührend um sie. Auch er hatte es nicht immer ganz leicht mit seiner Familie, aber kommt gut damit klar. Ich finde Luca ist so ein typischer Harte-Schale-weicher-Kern-Typ, auf den ersten Blick ist er sehr furchteinflößend, aber ist eigentlich ganz nett.
Ich fand das Geschehen sehr nachvollziehbar beschrieben und auch die Protagonisten haben sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt.


Eine geschmackvolle Liebesgeschichte mit einem Hauch Traurigkeit und einer Prise Dramatik, sympathische und glaubwürdige Charaktere und einen bewegenden Hintergrund, also meiner Meinung nach ein gelungenes Buch von Laura Kneidl.


5/5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐