Montag, 26. März 2018

Rezension: Keiner trennt uns


 

Keiner trennt uns

Seiten: 206
Preis: 9,99€
Erschienen: 01.03.2018

Danke an Jana von Bergner für das Rezensionsexemplar 

 

Inhalt

 Was von ihrer Familie geblieben ist, darf Hanna nicht auch noch verlieren. Deshalb kämpft die 21-Jährige darum, nach dem Tod der Eltern die Vormundschaft für ihre jüngeren Geschwister zu übernehmen. Eine Tante will Mika und Emma ebenfalls zu sich holen. Kann Zufallsbekanntschaft Mark Hannas Chancen vor Gericht verbessern? Doch der hilfsbereite Polizist verschweigt ihr etwas …




 Meine Meinung

 "Keiner trennt uns" ist mein erstes Buch von Jana von Bergner und wird definitiv nicht mein letztes sein. Sie hat einen wundervollen Liebesroman erschaffen, den man am Liebsten nie beenden möchte. Das Buch hat mich voll und ganz überzeugt.
 Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch total leicht lesen und man kann sich sehr einfach in die Protagonisten hineinversetzten. Man erlebt die Geschehnisse aus der Sicht von Mark und Hanna und schließt die beiden sofort ins Herz. Die Entscheidungen der Charaktere schienen für mich auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar, aber nach kleinen Rückblicken in die Vergangenheit konnte ich sie besser verstehen. Ich wurde vollkommen in die Familiäre Atmosphäre hineingezogen und hab sofort mit ihnen mitgefühlt.

Das Buch beginnt damit, dass Hanna und ihre Geschwister auch noch ihr letztes Elternteil verlieren. Sie lernt Mark kennen, als er ihr die Todesnachricht überbringen muss. Hanna ist am Boden zerstört und hat keine Ahnung wie sie weiter machen soll. Sie hat eigentlich mehr als genug mit ihrem Medizinstudium zu tun, aber auf keinen Fall kann sie zulassen, das ihre Geschwister bei Tante Yvonne wohnen. Mark möchte ihr unbedingt dabei helfen, da er ähnliches erlebt hat und sich zu ihr hingezogen fühlt.


Hanna und Mark könnten unterschiedlicher nicht sein. Nach dem Tot ihrer Mutter fing ihr Vater an sehr viel zu arbeiten und konnte sich sehr wenig um seine Kinder kümmern, also übernahm Hanna mehr oder weniger freiwillig ihre Rolle. Nun da auch noch ihr Vater gestorben ist kann Hanna unmöglich ihre Geschwister alleine lassen, also tut sie alles dafür,das Sorgerecht zu bekommen - ihre selbstlose, unerschütterliche Art ist sehr bewundernswert. Ich hab Hanna sofort ins Herz geschlossen.


Mark hingegen ist sehr verschlossen und lässt andere kaum wissen was er fühlt. Hanna gegenüber öffnet er sich ein klein wenig, dennoch hat er zu viele Geheimnisse vor ihr und erfindet ständig neue Lügen. Auf der anderen Seite möchte er auf keinen Fall, dass Hanna ihre Geschwister verliert und versucht ihr so gut es geht zu helfen. Er macht seine Probleme lieber mit sich selbst aus, statt mit anderen darüber zu reden. Mark ist ein sehr feinfühliger und hilfsbereiter Mensch, dennoch sollte er meiner Meinung nach, die Personen denen er nahesteht nicht so oft anlügen und ihre Hilfe annehmen.


Zu Beginn des Buches ist die Stimmung sehr Emotionsgeladen und angespannt, später ändert sich das ein wenig, aber man fiebert immer noch mit Hanna und Mark mit. Durch Mark´s Lügenkonstrukt, das oftmals droht einzustürzen und der Frage ob Hanna wohl das Sorgerecht für ihre Geschwister bekommt, wird es nie langweilig. Das Thema ist eigentlich nicht so mein Fall, aber Jana von Bergner hat es überzeugend umgesetzt und im Endeffekt kann ich sagen, das es mir wirklich gefallen hat.




Fazit

"Keiner trennt uns" ist ein emotionaler, spannender und liebevoll geschriebener  Roman und ich kann ihn euch nur empfehlen.

4/5 Sternen ⭐⭐⭐⭐