Sonntag, 15. April 2018

Rezension: Götterfunke - Verlasse mich nicht

Götterfunke - Verlasse mich nicht

 

Autor: Marah Woolf
Verlag: Dressler
Seiten:464
Preis: 19,00€
Erschienen am: 12.03.2018
 

Inhalt 

Caydens größter Wunsch hat sich erfüllt: Endlich ist er sterblich.
Allerdings lässt es sich als Mensch gar nicht so einfach leben. Schon gar nicht, wenn sich seine Feinde gegen ihn verschwören, um ihn für all das büßen zu lassen, was er in den vergangenen Jahrhunderten angerichtet hat.
Und nun bekommt Cayden auch noch, zum ersten Mal zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn man liebt, aber nicht zurückgeliebt wird. Denn Jess ist nicht bereit, ihm seinen Verrat zu verzeihen.
Aber ist sie deshalb bereit, ihn zu opfern?


Achtung! Diese Rezension kann Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten!


Meine Meinung

 

Der dritte Band der Götterfunke-Trilogie startet sofort spannend, denn Cayden liegt im Sterben, nachdem ihm sein Wunsch sterblich zu sein erfüllt wurde. Die Götter, welche von Agrigos vom Olymp verbannt wurden, machen es sich auf der Erde gemütlich, doch es ist ein Verräter unter ihnen. Außerdem schauen sie einfach zu wie Cayden um sein Leben kämpft und Zeus weigert sich ihm zu helfen, mit dem Argument er müsse ja seinen Wunsch sterblich zu sein respektieren. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich Zeus Anfangs eigentlich total gemocht hab, aber das konnte ich ihm nicht verzeihen.

Die ersten beiden Teile habe ich verschlungen, dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich an den dritten Band. So richtig erfüllt wurde diese leider nicht.
Zwischen Cayden und Jess ist das ein ständiges hin und her, mal will Cayden mit Jess zusammen sein und sie mag nicht und 3 Kapitel später ist es umgekehrt. Meiner Meinung nach gab es auch meistens keine Gründe für das ganze Theater.

Alles andere hat mir aber Super gefallen, allem voran das Cover. Ich liebe alle Cover der Trilogie, die Schrift und die Farben mit dem leichten Glitzereffekt sieht einfach wundervoll aus. Auch die Karte im Inneren und das Götter-Verzeichnis ist sehr hilfreich.

Die beiden Protagonisten, Jess und Cayden kannte ich ja schon aus den anderen beiden Teilen und ich finde sie beide einfach Suuper sympathisch.
Cayden fängt sich prompt ein paar Krankheiten ein, weil er es gewohnt ist von allein wieder zu heilen und nichtstun und warten fällt ihm unglaublich schwer. Als er noch unsterblich war konnte er Jess und alle die er liebt beschützen, nun ist er derjenige der beschützt werden muss und das geht ihm ordentlich auf den Keks, da er sich große Sorgen um Jess wegen Agrigos macht. Cayden ist so wundervoll hilfsbereit und freundlich zu den Menschen, die ihm wichtig sind, man muss ihn einfach mögen.

Jess ist einfach unerschütterlich und lässt sich auch nicht von den Göttern unterkriegen. Auch von Cayden lässt sie sich - zumindest äußerlich - nicht beeindrucken, dennoch hat sie manchmal schwache Momente in denen sie total verunsichert ist und am Liebsten alles hinschmeißen würde.
Meiner Meinung nach, machen genau diese Momente der Schwäche sie so sympathisch.

Alles in allem habe ich vielleicht ein wenig mehr erwartet, aber dennoch mag ich das Finale der Trilogie total. Trotz ein paar langatmigen Stellen, war das Buch dennoch spannend und auch der Kampf zwischen den Göttern wurde schön in Szene gesetzt. Einige Figuren z.B. Apoll haben sich im Letzten Teil ziemlich verändert und wurden oft nur noch nebensächlich erwähnt, was ich persönlich ziemlich schade finde, weil ich Apoll manchmal fast noch besser fand als Cayden. Andererseits sind auch neue, unbekanntere Figuren wie Gaia in den Vordergrund gerückt.
Die Seiten flogen nur so dahin, was größtenteils daran lag, dass man unbedingt wissen wollte wer der Verräter unter Zeus Leuten ist, die Auflösung war ziemlich unerwartet und hat mich total geschockt.

Fazit

Die Geschichte um Cayden und Jess hat ein schönes Ende genommen, aber es wäre eindeutig noch Luft nach oben gewesen. Die Liebesgeschichte war ein wenig verwirrend, aber das wurde durch gefühlvolle Szenen wieder wettgemacht.
Der Schreibstil ist einfach unbeschreiblich und ich kann euch die Götterfunke-Trilogie nur wärmstens empfehlen. Das sind wirklich gefühlvolle und packende Fantasy Bücher, die man unbedingt gelesen haben muss.
Ich hätte wirklich gerne noch eine Fortsetzung... Diejenigen, unter euch, die das Buch schon kennen werden mir wahrscheinlich zustimmen <3

3/5 Sternen ⭐⭐⭐














Dienstag, 3. April 2018

Rezension: Die 100 - Rebellion





Die 100 - Rebellion

Autor: Kass Morgan
Verlag: Heyne> fliegt
Seiten: 267
Preis: 12,99€
Erschienen am: 14.08.2017




Inhalt

100 jugendliche Straftäter wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde neu zu besiedeln.


Inzwischen haben sie sich auf dem blauen Planeten behauptet, gegen die ihnen zunächst feindlich gesinnten Erdbewohner. Und gegen den Vizekanzler Rhodes, der sie einst als Straftäter brandmarkte und gnadenlos verfolgte. Doch nun droht der Erdkolonie neues Unheil: Eine Sekte hat sich in ihrer Mitte gebildet, die möglichst viele Anhänger gewinnen möchte - und alle anderen gewaltsam bekämpft. Vollkommen überraschend verwüsten sie das Lager und entführen mehrere Jugendliche. Clarke, Bellamy und die anderen müssen sie unbedingt retten, bevor Schreckliches passiert. Und plötzlich stehen die 100 vor der größten Herausforderung ihres Lebens ...


Meine Meinung

Wie viele andere auch, dachte ich nicht, dass es noch einen vierten Band geben würde. Nach Band drei hatte man das Gefühl, die 100 wären endlich auf der Erde angekommen und alles wäre so weit in Ordnung. Die Handlung des vierten Bands stand wenig im Zusammenhang mit den anderen.
Aber auch der vierte Band der Serie konnte mich überzeugen, das Cover, der Schreibstil, die Geschichte alles passt wundervoll zusammen. Dennoch verwirren mich die vielen Perspektiven nach wie vor, ganz oft muss ich bei Clarke und Class noch mal überlegen wer wer ist ;) Dadurch, dass man die Geschichte aus der Sicht von Clarke, Class, Wells und Bellarmy erlebt, bekommt man viel mehr Details und kann sich leichter in die Geschehnisse hinein versetzen. Man erfährt die Gedanken der Gefangenen innerhalb der Festung und erlebt mit wie sich die Dinge bei Clarke und Bellarmy außerhalb entwickeln.


Class und Wells werden von einer Gruppe Erdgeborenen, die sich selbst die "Beschützer" nennen, entführt. Die "Beschützer" sehen sich als Beschützer der Erde und wollen Class, Wells und andere aus der Kolonie rekrutieren.
Clarke und Bellarmy, dessen Schwester Octavia unter den Entführten ist, machen sich mit ein paar Dorfbewohnern auf die Suche, die anderen zu befreien. Während Clarke eher für eine friedliche Lösung ist, denkt Bellarmy, dass sie die Entführten nur mit Gewalt und Rache befreien können. Die beiden Streiten sich und werfen sich unverzeihliche Dinge an den Kopf, indessen sucht Wells mit den anderen innerhalb der Festung verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit. Haben sie so überhaupt eine Chance die Sekte zu besiegen?


An ein paar Stellen merkt man, wie die Charaktere im vierten Band erwachsener geworden sind und sich entwickelt haben, aber im Großen und Ganzen haben sie sich nicht allzu sehr verändert.
 Clarke ist vernünftig, hilfsbereit und mutig, wie wir sie kennen. Sie möchte unbedingt ihre Freunde befreien, aber ohne Gewalt. Bellarmy handelt oft ein wenig impulsiv und es geht im sehr nahe, dass seine Schwester und die anderen entführt wurden, daher will er unbedingt Rache. 
Class hat ihren Platz in der Kolonie noch nicht gefunden und fühlt sich oft überflüssig, aber bei den "Beschützern" ändert sich das, plötzlich wird sie gebraucht, hat eine Aufgabe und kann ihren Beitrag für das Zusammenleben bei der Sekte leisten. Dadurch fühlt sie sich anfangs sehr wohl in der Festung und spielt mit dem Gedanken dort zu bleiben, während die anderen versuchen zu fliehen.
Im Gegensatz zu Class kann Wells keines Wegs mit seiner Situation anfreunden und schmiedet fleißig Fluchtpläne. Er versucht die anderen zu beruhigen und hat für jeden ein offenes Ohr, aber innerlich hat auch er große Angst und ist ziemlich verzweifelt.


Das Buch konnte mich total fesseln, da es durchgängig spannend ist und es gibt keine langatmigen Passagen, die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte einerseits nicht, dass das Buch jemals endet, andererseits möchte man auch unbedingt wissen ob es Bellarmy und Clarke gelingt die anderen zu retten.

Fazit

"Rebellion" ist ein perfektes Buch, für alle die nach dem dritten Teil von "The 100" nicht genug bekommen können.


5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐